Pressemitteilung

Die Astronautin: Zwei Kandidatinnen setzen sich im Auswahlverfahren durch

Berlin, 19. April 2017 – Die Entscheidung ist gefallen: Nicola Baumann, Eurofighter-Pilotin aus Köln, und Insa Thiele-Eich, Meteorologin aus Bonn, haben sich im Finale der Initiative „Die Astronautin“ gegen vier weitere Kandidatinnen durchgesetzt. Die zwei Frauen aus NRW überzeugten die Jury und sicherten sich damit die zwei begehrten Ausbildungsplätze zur Astronautin. Eine von ihnen soll noch vor 2020 als erste deutsche Astronautin zu einer Forschungsmission auf die ISS fliegen. Für den Job als erste deutsche Astronautin im All bewarben sich über 400 Frauen aus der ganzen Bundesrepublik.
Nicola Baumann und Insa Thiele-Eich haben sich für das Astronautentraining qualifiziert. Beide Frauen bestanden die medizinisch-psychologische Eignungsauswahl des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, die an die ESA-Standards zur Astronautenauswahl angelehnt ist. Damit sind sie aus fachlicher, medizinischer und psychologischer Sicht ideal für eine Forschungsmission auf der ISS geeignet. Zuletzt entschied sich eine Jury für die beiden Kandidatinnen. Die Jury gründete ihre Entscheidung auf einen acht Kriterien umfassenden Katalog, der ebenfalls an die Auswahlkriterien der vorherigen Astronautenauswahlen angelehnt ist.

Nicola Baumann, Jahrgang 1985, geboren in München, ist Eurofighter- Pilotin bei der Bundeswehr in Nörvenich bei Köln. Sie trägt den Dienstgrad „Major“ und ist u. a. für die Luftraumüberwachung in Deutschland und befreundeten NATO-Nationen zuständig. Nach einer Offiziersausbildung machte die Münchnerin eine Ausbildung zur Kampfflugzeugpilotin und absolvierte ein Fernstudium in Maschinenbau. Geschwindigkeiten von mehr als 2.000 km/h gehören für sie seither zum Alltag.

Insa Thiele-Eich, Jahrgang 1983, geboren in Heidelberg, ist Meteorologin und wissenschaftliche Koordinatorin am Meteorologischen Institut der Universität Bonn. Sie betreibt Grundlagenforschung für eine verbesserte Wetter- und Klimavorhersage und untersucht z. B. den Wasser- oder Energieaustausch zwischen Boden, Vegetation und Atmosphäre. In ihrer Doktorarbeit analysiert sie die Auswirkungen des Klimawandels auf Bangladesch. Sie hat Meteorologie an der Universität in Bonn studiert.

Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, zur Entscheidung: „Mit Insa Thiele-Eich und Nicola Baumann schickt Deutschland zwei hervorragende Frauen in die Ausbildung zur Astronautin. Ich bin mir sicher, sie werden viele Frauen und Mädchen ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen. Sie sind gute Vorbilder, um auch andere junge Frauen für technisch-naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern. Unsere Wirtschaft braucht mehr hochqualifizierte Fachkräfte insbesondere in der Hochtechnologiebranche der Luft- und Raumfahrt, die so wichtig für den Standort Deutschland ist.“

Claudia Kessler, Initiatorin von „Die Astronautin“: „Als wir vor über einem Jahr starteten, zweifelten viele, ob wir überhaupt eine geeignete Bewerberin finden würden. Heute kann ich sagen: Wir haben sogar zwei. Insa Thiele-Eich und Nicola Baumann sind zwei hochqualifizierte Frauen mit starken Persönlichkeiten und wir freuen uns auf die Ausbildung der beiden zu Astronautinnen. Damit kommen wir unserem gemeinsamen Traum von einer deutschen Astronautin einen großen Schritt näher.“

Die Jury wurde besetzt mit Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund (Vorstandsvorsitzende Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt), Dr. Johannes von Thadden (Geschäftsführer Airbus Defence and Space) und Prof. Dr. Ulrich Walter (deutscher Astronaut und Professor am Lehrstuhl für Raumfahrttechnik an der TU München) sowie mit Claudia Kessler (CEO HE Space, Initiatorin „Die Astronautin“). Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, unterstützte die Auswahl als außerordentliches Jury-Mitglied und traf die beiden Frauen noch am Morgen. Die Jury-Entscheidung war der Abschluss eines mehr als fünfzehn Monate dauernden, mehrstufigen Auswahlprozesses mit insgesamt über 400 Bewerberinnen.

Die nächsten Schritte: Nicola Baumann und Insa Thiele-Eich werden voraussichtlich im dritten Quartal 2017 die Ausbildung zur Astronautin starten. Die Ausbildung dauert mindestens zwei Jahre. In ihrem Verlauf entscheidet sich, welche der beiden Frauen zur ISS fliegt. Der erste Trainingsabschnitt soll durch die Crowdfunding-Kampagne finanziert werden, die noch bis zum 30. April 2017 läuft. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.startnext.com/dieastronautin.

Presseinformationen: Unter folgendem Link können Sie Pressebilder der Kandidatinnen und Informationsmaterial herunterladen. Im Verlauf des 19. April werden auch aktuelle Bilder der Pressekonferenz zum Download zur Verfügung stehen: http://bit.ly/2pfwLyn

Video-Material steht Ihnen hier zur Verfügung: https://we.tl/q6glqUEXxq (Quelle Hill Media).

Über „Die Astronautin“: Die Initiative „Die Astronautin“ hat zum Ziel, noch vor 2020 die erste deutsche Astronautin auf eine Forschungsmission zur ISS zu entsenden. Die Astronautin soll zum einen Frauen und Mädchen für technische Berufe und ein naturwissenschaftliches Studium begeistern. Zum anderen soll sie bei ihrem ISS-Aufenthalt mit einem Experimentprogramm erforschen, wie der weibliche Körper in der Schwerelosigkeit reagiert. Weitere Informationen zur Astronautin unter: www.dieastronautin.de und unter www.facebook.com/DieAstronautin.

Pressemitteilung als PDF:  Pressemitteilung-Astronautin_Finale_20170419

 

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Berlin, 28.09.2016

Die Astronautin: 86 Kandidatinnen zum Auswahlverfahren zugelassen

Über 400 Frauen aus allen Bereichen der Ingenieur- und Naturwissenschaften haben sich beworben, um Deutschlands erste Frau im All zu werden. 86 Kandidatinnen haben nun die Vorauswahl gemeistert und wurden zum offiziellen Auswahlverfahren des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zugelassen. Der Ansturm war groß, als die Suche nach der ersten deutschen Astronautin gestartet wurde.  86 Kandidatinnen haben es nun in die engere Auswahl geschafft. Sie werden an den medizinisch-psychologischen Eignungsuntersuchungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) teilnehmen.

Claudia Kessler, Initiatorin des Projektes, sieht dem weiteren Auswahlverfahren mit Spannung entgegen:„Wir haben hunderte von Lebensläufen gewälzt und Gespräche geführt und fantastische, hoch qualifizierte Frauen ausgewählt, die nun das Auswahlverfahren durchlaufen werden. Mir bleibt jetzt nur noch, den 86 Frauen viel Erfolg zu wünschen. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse des DLR.“ Das DLR unterstützt die Auswahl mit der Durchführung psychologischer und medizinischer Untersuchungen, auch zu eigenen wissenschaftlichen Forschungszwecken. Am 20. Oktober 2016 beginnen die psychologischen Untersuchungen in Hamburg. Bereits im Januar 2017 wer den dann die medizinischen Untersuchungen in Köln folgen. Dabei stehen das Wissen und die kognitiven Fähigkeiten der Kandidatinnen, sowie deren Persönlichkeit und Gesundheit auf der Tagesordnung. Im Mittelpunkt des Interesses der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DLR Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin stehen aber auch die erhobenen Daten, die in solch hoher Anzahl von Frauen noch nicht vorliegen. Gegenwärtig werden weitere medizinische Experimente geplant, die die Astronautin während ihrer Mission durchführen kann, so auf dem Gebiet des Hormonhaushalts und des Sehvermögens.

Wie es weiter geht

Das Auswahlverfahren des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) dauert bis Anfang 2017 an. In der Folge wird das DLR Empfehlungen für zehn Kandidatinnen aussprechen. Diese werden von einer Auswahlkommission begutachtet, die aus den finalen Kandidatinnen schließlich zwei auswählt. Beide Kandidatinnen werden zur Astronautin ausgebildet und auf die ISS-Mission vorbereitet. Eine der beiden soll der Planung nach den Flug zur ISS antreten.

Über das Projekt

Mit dem Projekt „Die Astronautin“ soll bis 2020 die erste deutsche Frau auf eine Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) entsendet werden. Finanziert wird das Projekt mithilfe von privatwirtschaftlichen Sponsoren. Unterstützt wird es von Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Initiatorin des Projekts ist Claudia Kessler, diplomierte Ingenieurin für Luft- und Raumfahrt und CEO von HE Space Operations. Die medizinischen Untersuchungen, die an Bord der ISS durchgeführt werden, stehen unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Hanns-Christian Gunga, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Physiologie der Charité Berlin. Weitere Informationen  unter www.facebook.com/DieAstronautin.
Hier zum Downloaden:  2016_09_28_Pressemitteilung

Berlin, 15.09.2016

Die Astronautin: Deutschlands Frauen für das All

Ingenieurinnen, Wissenschaftlerinnen und Kampfjetpilotinnen: Für den Posten als erste deutsche Astronautin haben sich deutschlandweit über 400  Frauen beworben. Nun wurden in Berlin mehr als 70 der Top-Bewerberinnen der Öffentlichkeit präsentiert. Staatssekretärin Brigitte Zypries lobte das Engagement der Initiative.

 11 deutsche Männer sind bisher im Weltall gewesen –aber noch nie eine deutsche Frau. Das soll sich ändern. Heute wurden 70 Top-Kandidatinnen der Öffentlichkeit präsentiert, die sich beim Projekt „Die Astronautin“ beworben haben. Ziel des Projekts ist es, noch vor 2020 die erste deutsche Frau auf eine Mission in All zu entsenden. Während der Veranstaltung erläuterten Claudia Kessler, Initiatorin der Kampagne, sowie Unterstützer aus Politik und Wirtschaft den ca. 200 Gästen Eckpunkte des Projekts, des Auswahlverfahrens und die Ziele der Mission. Brigitte Zypries, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag zum Thema „Die Zukunft der Raumfahrt ist weiblich“. „Es ist mein Ziel, Frauen und Mädchen für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Wie könnten wir das besser, als ihnen zu zeigen, dass man mit einem MINT-Studium nach den Sternen greifen kann. Aus diesem Grund unterstütze ich diese Initiative, und ich freue mich, heute so hochqualifizierte Frauen zu sehen“, so Zypries. Claudia Kessler, Initiatorin der Kampagne: „Wir wollen die erste deutsche Frau auf eine Mission zur ISS entsenden. Ich bedanke mich bei all denjenigen Menschen und Unternehmen, die bereit sind, uns bei diesem ambitionierten Projekt zu unterstützen. Das große Interesse der Medien und das der Bevölkerung machen deutlich,  dass die Zeit mehr als reif ist für eine deutsche Frau im All. Wir wollen beweisen, dass es in Deutschland hochqualifizierte und top ausgebildete Kandidatinnen gibt,  auf die wir stolz sein können.“

Wie es weiter geht

Insgesamt 90 Kandidatinnen werden das offizielle medizinisch-psychologische  Auswahl-verfahren des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)durchlaufen. Ende September werden die Teilnehmerinnen dieses Auswahlverfahrens feststehen, das im Herbst
2016 startet.  Voraussichtlich im März  2017 werden 10 Finalistinnen verkündet, von denen schließlich eine zur Astronautin ausgebildet und auf die ISS-Mission vorbereitet wird.

Über das Projekt

Mit dem Projekt „Die Astronautin“ soll bis 2020 die erste deutsche Frau auf eine Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) entsendet werden. Finanziert wird das Projekt mithilfe von privatwirtschaftlichen Sponsoren. Unterstützt wird es von Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Initiatorin des Projekts ist Claudia Kessler, diplomierte Ingenieurin für Luft- und Raumfahrt und CEO von HE Space Operations. Die medizinischen Untersuchungen, die an Bord der ISS durchgeführt werden, stehen unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof.
Hanns-Christian Gunga, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Physiologie der Charité Berlin. Weitere Informationen unter www.facebook.com/DieAstronautin.
Hier zum Downloaden:  2016_09_15_Pressemitteilung

Berlin, 17.06.2016

Die Astronautin :Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) übernimmt Auswahlverfahren

Nach dem ersten Erfolg mit über 400 Bewerberinnen aus ganz Deutschland hat das Projekt „Die
Astronautin“ einen weiteren, elementaren Meilenstein erreicht: Das Deutsche Zentrum für Luft -und Raumfahrt (DLR) konnte als erster offizieller Kooperationspartner gewonnen werden. Das DLR hat sich damit bereit erklärt,das medizinische und psychologische Auswahlverfahren durchzuführen, um die Eignung der Kandidatinnen zu
überprüfen. Am 30. April endete die Bewerbungsphase für die erste deutsche Astronautin.
Insgesamt 408 Bewerbungen von Frauen aus ganz Deutschland gingen bei der Initiatorin
von „Die Astronautin“, Claudia Kessler, ein. Gegenwärtig werden die Bewerbungen im Rahmen einer Vorauswahl gesichtet. Parallel laufen die Suche nach sowie Verhandlungen mit Sponsoren.
Nun hat sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bereit erklärt, das Projekt
wissenschaftlich zu unterstützen. Die Experten des DLR werden das psychologisch -medizinische Auswahlverfahren durch führen, um sicherzustellen, dass die Kandidatinnen die
Anforderungen für die Tätigkeit als Astronautin erfüllen. Das Verfahren startet voraussichtlich im Herbst 2016. „Unsere bisherige Forschung beschäftigt sich vor allem mit männlichen Astronauten – mit den Daten aus dem Auswahlverfahren, aber auch mit den Experimenten einer
Astronautin auf der ISS können wir diese Expertise ausbauen und Erkenntnisse für die Forschung gewinnen“, erläutert Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund, DLR -Vorstandsvorsitzende, das Engagement des DLR. Im Verlauf des Auswahlverfahrens wird das DLR im ersten Schritt bis zu 90 Kandidatinnen der Vorauswahl einem psychologischen Testverfahren unterziehen. Dabei wird das DLR zunächst unter anderem die Konzentrations -und Merkfähigkeit sowie die räumliche Vorstellungskraft der Kandidatinnen testen.
Danach analysiert das DLR die 30 besten Bewerberinnen in Einzel- und Gruppen gesprächen auf die Eignung ihrer Persönlichkeit, ihre Belastbarkeit und ihre Motivation
hin. Im zweiten Schritt werden die zehn besten Bewerberinnen vom DLR in einem medizinischen Untersuchungsverfahren auf Herz und Nieren geprüft. Neben der Eignung
sollen die Untersuchungsverfahren vermeiden, dass eine Bewerberin beim Training oder
während des ISS – Aufenthalts Schaden nimmt, oder dass die Mission durch eine Erkrankung
abgebrochen wird. Die vom DLR empfohlenen Bewerberinnen werden voraussichtlich im Frühjahr 2017 der endgültigen Auswahlkommission vorgestellt. Diese wird wiederum zwei Finalistinnen für das Astronautentraining auswählen. „Eine Astronautin muss über-durchschnittlich leistungsfähig und motiviert und psychisch sowie körperlich in Höchstform sein“, erläutert Claudia Kessler. „Wir freuen uns, dass uns das Deutsche Zentrum für Luft-
und Raumfahrt seine Expertise zur Verfügung stellt, das psychologisch medizinische Auswahlverfahren durchführt und damit das Projekt auf diese umfassende Weise unterstützt. Wir sind sicher, dass das DLR nicht nur von den gewonnenen Daten aus den Eignungsuntersuchungen, sondern darüber hinaus auch von den Tests und Presseinformation Experimenten an Bord der ISS aus wissenschaftlicher Sicht profitieren wird. Es gibt bisher nur wenig medizinische Daten zur Reaktion des weiblichen Körpers auf die Schwerelosigkeit. Mit dieser Kooperation kommen wir auf dem Weg zur ersten deutschen Astronautin einen großen Schritt voran.“

Das Projekt „Die Astronautin“

Mit dem Projekt „Die Astronautin“ soll bis 2020 die erste deutsche Frau auf eine zehntägige wissenschaftliche Mission zur Internationalen Raumstation (ISS )entsendet werden. Die Ausbildung zur Astronautin soll ab 2017 beginnen. Initiatorin des Projekts ist Claudia Kessler, diplomierte Ingenieurin für Luft- und Raumfahrt und CEO von HE Space Operations, einem Personaldienstleister für hochqualifizierte Fachkräfte in der Raumfahrt. Weitere Informationen unter www.dieastronautin.de und unter www.facebook.com/DieAstronautin.

Das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt e.V. (DLR)

Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Darüber hinaus ist das DLR im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig. Zudem sind im DLR zwei Projektträger zur Forschungsförderung an gesiedelt. Das DLR-Institut für Luft -und Raumfahrtmedizin verfügt über das Flugmedizinische Center am Standort Köln mit Schwerpunkt Raumfahrtmedizin. Die Abteilung Luft- und Raumfahrtpsychologie in Hamburg bearbeitet psycho-ölogische Eignungsbeurteilungen von Astronautenbewerbern sowie HBP (Human Behavior and Performance) Monitoring von Astronauten.

Bremen, 01.03.2017

Die Astronautin: Sechs Frauen haben es ins Finale geschafft

Crowdfunding-Kampagne auf Startnext gestartet!

Sechs Frauen ziehen ins Finale zur ersten deutschen Astronautin ein. Sie setzten sich im medizinisch-psychologischen Auswahlverfahren des Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) gegenüber 80 anderen hochqualifizierten Bewerberinnen durch. Heute werden die sechs Finalistinnen der Öffentlichkeit vorgestellt. Zeitgleich startet die Crowdfunding-Kampagne.

Mehr als 400 Frauen bewarben sich als erste deutsche Astronautin. Sechs Frauen haben es geschafft: Sie sind Deutschlands Hoffnung auf seine erste Frau im All. Sie haben das offizielle Auswahlverfahren des DLR, das an die die Standards der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA zur Astronautenauswahl angelehnt ist, durchlaufen und bestanden. Damit haben sie bewiesen, dass sie körperlich und geistig in der Lage sind, den Belastungen des Alls standzuhalten. Heute werden die sechs Frauen bei Airbus in Bremen der Öffentlichkeit vorgestellt. Und das sind die Finalistinnen:

Nicola Baumann, geboren am 10. März 1985 in München, Bayern, ist Eurofighter-Pilotin bei der Bundeswehr in Nörvenich bei Köln. Sie trägt den Dienstgrad „Major“ und ist u. a. für die Luftraumüberwachung in Deutschland und befreundeten NATO-Nationen zuständig. Nach einer Offiziersausbildung machte die Münchnerin eine Ausbildung zur Kampfflugzeugpilotin und absolvierte ein Fernstudium in Maschinenbau. Geschwindigkeiten von mehr als 2.000 km/h gehören für sie seither zum Alltag.

Lisa Marie Haas, geboren am 23. September 1983 in Nürtingen, Baden-Württemberg, ist Entwicklungsingenieurin und Teilprojektleiterin bei der Robert Bosch GmbH in Reutlingen. Sie ist spezialisiert auf Sensoren, die im Bereich Consumer Electronics zum Einsatz kommen, z. B. in Handys, Spielekonsolen, Wearables oder in Drohnen. Sie promovierte am Institut für Theoretische Physik in Heidelberg.

Susanne Peters, geboren am 7. Oktober 1985 in Potsdam, Brandenburg, ist promovierende Ingenieurin der Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Raumfahrttechnik der Universität der Bundeswehr München. Heute beschäftigt sie sich mit der Entfernung von Weltraummüll aus dem Orbit. Susanne Peters studierte Luft- und Raumfahrttechnik in Stuttgart, bevor sie sich für eine Promotion an der Universität der Bundeswehr in München entschied.

Magdalena Pree, gebürtige Österreicherin mit deutscher Staatsangehörigkeit und aufgewachsen in der Nähe von Passau, arbeitet als „Ground Operations Engineer“ im Galileo Kontrollzentrum der DLR Gesellschaft für Raumfahrtanwendungen in Oberpfaffenhofen bei München. Neben Live-Operations am Satellitensystem, ist die 28-jährige in dem Satellitenkontrollzentrum unter anderem für die Identifizierung von Problemen und deren Lösung sowie für die Kontrolle von Systemkomponenten verantwortlich. Magdalena Pree hat Luft- und Raumfahrttechnik an der TU München studiert.

Suzanna Randall, geboren am 6. Dezember 1979 in Köln, ist Astrophysikerin und arbeitet an der Europäischen Südsternwarte (European Southern Observatory) in Garching bei München. Sie beschäftigt sich mit der Evolution von Sternen und arbeitet außerdem für das ALMA Projekt in Chile, dem derzeit größten Teleskop der Welt. Suzanna Randall promovierte in Astrophysik an der Universität Montreal in Kanada.

Insa Thiele-Eich, geboren am 21. April 1983 in Heidelberg, ist Meteorologin und wissenschaftliche Koordinatorin am Meteorologischen Institut der Universität Bonn. Sie betreibt Grundlagenforschung für eine verbesserte Wetter- und Klimavorhersage und untersucht z. B. den Wasser- oder Energieaustausch zwischen Boden, Vegetation und Atmosphäre. In ihrer Doktorarbeit analysiert sie die Auswirkungen des Klimawandels auf Bangladesch. Sie hat Meteorologie an der Universität in Bonn studiert.

„Während der Untersuchungen, die das DLR in Kooperation mit der Firma HE Space durchgeführt hat, haben die Kandidatinnen mit ihrer professionellen Einstellung bewiesen, dass sie über die psychologischen Fähigkeiten und medizinischen Voraussetzungen verfügen, um sich auf einen Flug in den Weltraum vorzubereiten“, sagt Claudia Stern, vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, „Im Rahmen des Auswahlprozesses konnte das DLR einmalige psychologische und medizinische Daten von Frauen im Zusammenhang mit einem Flug ins All erlangen.“

Crowdfunding-Kampagne gestartet

Heute wurde ebenfalls die Crowdfunding-Kampagne auf Startnext gestartet. Alle, die mithelfen wollen, Deutschlands erste Frau ins All bringen wollen, können ihren Teil dazu beitragen, Geschichte zu schreiben. Ziel ist es, bis zum 30. April 2017 mit dem Crowdfunding mindestens 50.000 Euro einzunehmen. Damit könnte der erste Trainingsabschnitt finanziert werden.

„Jetzt kommt es drauf an: Wir haben gezeigt, dass Deutschlands Frauen das Zeug haben, ins All zu fliegen. Jetzt müssen wir beweisen, dass die Menschen in Deutschland an die Kandidatinnen glauben und das Projekt auch finanziell unterstützen. Die nächste Etappe ist die Ausbildung von zwei der Kandidatinnen zu Astronautinnen. Teile dieser Ausbildung möchten wir mit der Crowdfunding-Kampagne finanzieren. Natürlich hoffen wir, dass wir das Minimalziel von 50.000 Euro noch weit übertreffen. Den Flug ins All wollen wir mithilfe einiger Sponsoren schaffen. Die Verhandlungen mit den Sponsoren laufen parallel und viele haben uns Unterstützung zugesagt. Eine breite Unterstützung aus der Bevölkerung bei der Crowdfunding-Kampagne würde uns dabei ein großes Stück weiterbringen“, so Claudia Kessler, Initiatorin der Kampagne.

Weitere Informationen und die Crowdfunding-Kampagne finden Sie unter https://www.startnext.com/dieastronautin.

Parallel zum Crowdfunding geht das Auswahlverfahren in die letzte Runde. Im nächsten Schritt wählt eine Jury aus den sechs Finalistinnen zwei Frauen aus, die die Ausbildung zur ersten deutschen Astronautin absolvieren dürfen. Eine von ihnen wird Deutschlands erste Astronautin, die noch vor 2020 zur ISS fliegen soll. Das Projekt verfolgt zwei Ziele: Zum einen soll die Astronautin Frauen und Mädchen als Role-Model für technische Berufe und ein naturwissenschaftliches Studium begeistern. Zum anderen soll bei ihrem ISS-Aufenthalt mit einem Experimentprogramm erforscht werden, wie der weibliche Körper in der Schwerelosigkeit reagiert.

Weitere Informationen zur Astronautin unter: www.dieastronautin.de und unter www.facebook.com/DieAstronautin.

Pressemappe: Unter folgendem Link können Sie Pressebilder der Kandidatinnen und Informationsmaterial herunterladen. Im Verlauf des 1. März werden auch aktuelle Bilder der Veranstaltung bei Airbus zum Download zur Verfügung stehen: http://bit.ly/2lpV4nF

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