Berlin, 28.09.2016

Die Astronautin: 86 Kandidatinnen zum Auswahlverfahren zugelassen

Über 400 Frauen aus allen Bereichen der Ingenieur- und Naturwissenschaften haben sich beworben, um Deutschlands erste Frau im All zu werden. 86 Kandidatinnen haben nun die Vorauswahl gemeistert und wurden zum offiziellen Auswahlverfahren des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zugelassen. Der Ansturm war groß, als die Suche nach der ersten deutschen Astronautin gestartet wurde.  86 Kandidatinnen haben es nun in die engere Auswahl geschafft. Sie werden an den medizinisch-psychologischen Eignungsuntersuchungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) teilnehmen.

Claudia Kessler, Initiatorin des Projektes, sieht dem weiteren Auswahlverfahren mit Spannung entgegen:„Wir haben hunderte von Lebensläufen gewälzt und Gespräche geführt und fantastische, hoch qualifizierte Frauen ausgewählt, die nun das Auswahlverfahren durchlaufen werden. Mir bleibt jetzt nur noch, den 86 Frauen viel Erfolg zu wünschen. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse des DLR.“ Das DLR unterstützt die Auswahl mit der Durchführung psychologischer und medizinischer Untersuchungen, auch zu eigenen wissenschaftlichen Forschungszwecken. Am 20. Oktober 2016 beginnen die psychologischen Untersuchungen in Hamburg. Bereits im Januar 2017 wer den dann die medizinischen Untersuchungen in Köln folgen. Dabei stehen das Wissen und die kognitiven Fähigkeiten der Kandidatinnen, sowie deren Persönlichkeit und Gesundheit auf der Tagesordnung. Im Mittelpunkt des Interesses der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DLR Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin stehen aber auch die erhobenen Daten, die in solch hoher Anzahl von Frauen noch nicht vorliegen. Gegenwärtig werden weitere medizinische Experimente geplant, die die Astronautin während ihrer Mission durchführen kann, so auf dem Gebiet des Hormonhaushalts und des Sehvermögens.

Wie es weiter geht

Das Auswahlverfahren des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) dauert bis Anfang 2017 an. In der Folge wird das DLR Empfehlungen für zehn Kandidatinnen aussprechen. Diese werden von einer Auswahlkommission begutachtet, die aus den finalen Kandidatinnen schließlich zwei auswählt. Beide Kandidatinnen werden zur Astronautin ausgebildet und auf die ISS-Mission vorbereitet. Eine der beiden soll der Planung nach den Flug zur ISS antreten.

Über das Projekt

Mit dem Projekt „Die Astronautin“ soll bis 2020 die erste deutsche Frau auf eine Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) entsendet werden. Finanziert wird das Projekt mithilfe von privatwirtschaftlichen Sponsoren. Unterstützt wird es von Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Initiatorin des Projekts ist Claudia Kessler, diplomierte Ingenieurin für Luft- und Raumfahrt und CEO von HE Space Operations. Die medizinischen Untersuchungen, die an Bord der ISS durchgeführt werden, stehen unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Hanns-Christian Gunga, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Physiologie der Charité Berlin. Weitere Informationen  unter www.facebook.com/DieAstronautin.
Hier zum Downloaden:  2016_09_28_Pressemitteilung

Berlin, 15.09.2016

Die Astronautin: Deutschlands Frauen für das All

Ingenieurinnen, Wissenschaftlerinnen und Kampfjetpilotinnen: Für den Posten als erste deutsche Astronautin haben sich deutschlandweit über 400  Frauen beworben. Nun wurden in Berlin mehr als 70 der Top-Bewerberinnen der Öffentlichkeit präsentiert. Staatssekretärin Brigitte Zypries lobte das Engagement der Initiative.

 11 deutsche Männer sind bisher im Weltall gewesen –aber noch nie eine deutsche Frau. Das soll sich ändern. Heute wurden 70 Top-Kandidatinnen der Öffentlichkeit präsentiert, die sich beim Projekt „Die Astronautin“ beworben haben. Ziel des Projekts ist es, noch vor 2020 die erste deutsche Frau auf eine Mission in All zu entsenden. Während der Veranstaltung erläuterten Claudia Kessler, Initiatorin der Kampagne, sowie Unterstützer aus Politik und Wirtschaft den ca. 200 Gästen Eckpunkte des Projekts, des Auswahlverfahrens und die Ziele der Mission. Brigitte Zypries, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag zum Thema „Die Zukunft der Raumfahrt ist weiblich“. „Es ist mein Ziel, Frauen und Mädchen für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Wie könnten wir das besser, als ihnen zu zeigen, dass man mit einem MINT-Studium nach den Sternen greifen kann. Aus diesem Grund unterstütze ich diese Initiative, und ich freue mich, heute so hochqualifizierte Frauen zu sehen“, so Zypries. Claudia Kessler, Initiatorin der Kampagne: „Wir wollen die erste deutsche Frau auf eine Mission zur ISS entsenden. Ich bedanke mich bei all denjenigen Menschen und Unternehmen, die bereit sind, uns bei diesem ambitionierten Projekt zu unterstützen. Das große Interesse der Medien und das der Bevölkerung machen deutlich,  dass die Zeit mehr als reif ist für eine deutsche Frau im All. Wir wollen beweisen, dass es in Deutschland hochqualifizierte und top ausgebildete Kandidatinnen gibt,  auf die wir stolz sein können.“

Wie es weiter geht

Insgesamt 90 Kandidatinnen werden das offizielle medizinisch-psychologische  Auswahl-verfahren des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)durchlaufen. Ende September werden die Teilnehmerinnen dieses Auswahlverfahrens feststehen, das im Herbst
2016 startet.  Voraussichtlich im März  2017 werden 10 Finalistinnen verkündet, von denen schließlich eine zur Astronautin ausgebildet und auf die ISS-Mission vorbereitet wird.

Über das Projekt

Mit dem Projekt „Die Astronautin“ soll bis 2020 die erste deutsche Frau auf eine Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) entsendet werden. Finanziert wird das Projekt mithilfe von privatwirtschaftlichen Sponsoren. Unterstützt wird es von Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Initiatorin des Projekts ist Claudia Kessler, diplomierte Ingenieurin für Luft- und Raumfahrt und CEO von HE Space Operations. Die medizinischen Untersuchungen, die an Bord der ISS durchgeführt werden, stehen unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof.
Hanns-Christian Gunga, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Physiologie der Charité Berlin. Weitere Informationen unter www.facebook.com/DieAstronautin.
Hier zum Downloaden:  2016_09_15_Pressemitteilung

Berlin, 17.06.2016

Die Astronautin :Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) übernimmt Auswahlverfahren

Nach dem ersten Erfolg mit über 400 Bewerberinnen aus ganz Deutschland hat das Projekt „Die
Astronautin“ einen weiteren, elementaren Meilenstein erreicht: Das Deutsche Zentrum für Luft -und Raumfahrt (DLR) konnte als erster offizieller Kooperationspartner gewonnen werden. Das DLR hat sich damit bereit erklärt,das medizinische und psychologische Auswahlverfahren durchzuführen, um die Eignung der Kandidatinnen zu
überprüfen. Am 30. April endete die Bewerbungsphase für die erste deutsche Astronautin.
Insgesamt 408 Bewerbungen von Frauen aus ganz Deutschland gingen bei der Initiatorin
von „Die Astronautin“, Claudia Kessler, ein. Gegenwärtig werden die Bewerbungen im Rahmen einer Vorauswahl gesichtet. Parallel laufen die Suche nach sowie Verhandlungen mit Sponsoren.
Nun hat sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bereit erklärt, das Projekt
wissenschaftlich zu unterstützen. Die Experten des DLR werden das psychologisch -medizinische Auswahlverfahren durch führen, um sicherzustellen, dass die Kandidatinnen die
Anforderungen für die Tätigkeit als Astronautin erfüllen. Das Verfahren startet voraussichtlich im Herbst 2016. „Unsere bisherige Forschung beschäftigt sich vor allem mit männlichen Astronauten – mit den Daten aus dem Auswahlverfahren, aber auch mit den Experimenten einer
Astronautin auf der ISS können wir diese Expertise ausbauen und Erkenntnisse für die Forschung gewinnen“, erläutert Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund, DLR -Vorstandsvorsitzende, das Engagement des DLR. Im Verlauf des Auswahlverfahrens wird das DLR im ersten Schritt bis zu 90 Kandidatinnen der Vorauswahl einem psychologischen Testverfahren unterziehen. Dabei wird das DLR zunächst unter anderem die Konzentrations -und Merkfähigkeit sowie die räumliche Vorstellungskraft der Kandidatinnen testen.
Danach analysiert das DLR die 30 besten Bewerberinnen in Einzel- und Gruppen gesprächen auf die Eignung ihrer Persönlichkeit, ihre Belastbarkeit und ihre Motivation
hin. Im zweiten Schritt werden die zehn besten Bewerberinnen vom DLR in einem medizinischen Untersuchungsverfahren auf Herz und Nieren geprüft. Neben der Eignung
sollen die Untersuchungsverfahren vermeiden, dass eine Bewerberin beim Training oder
während des ISS – Aufenthalts Schaden nimmt, oder dass die Mission durch eine Erkrankung
abgebrochen wird. Die vom DLR empfohlenen Bewerberinnen werden voraussichtlich im Frühjahr 2017 der endgültigen Auswahlkommission vorgestellt. Diese wird wiederum zwei Finalistinnen für das Astronautentraining auswählen. „Eine Astronautin muss über-durchschnittlich leistungsfähig und motiviert und psychisch sowie körperlich in Höchstform sein“, erläutert Claudia Kessler. „Wir freuen uns, dass uns das Deutsche Zentrum für Luft-
und Raumfahrt seine Expertise zur Verfügung stellt, das psychologisch medizinische Auswahlverfahren durchführt und damit das Projekt auf diese umfassende Weise unterstützt. Wir sind sicher, dass das DLR nicht nur von den gewonnenen Daten aus den Eignungsuntersuchungen, sondern darüber hinaus auch von den Tests und Presseinformation Experimenten an Bord der ISS aus wissenschaftlicher Sicht profitieren wird. Es gibt bisher nur wenig medizinische Daten zur Reaktion des weiblichen Körpers auf die Schwerelosigkeit. Mit dieser Kooperation kommen wir auf dem Weg zur ersten deutschen Astronautin einen großen Schritt voran.“

Das Projekt „Die Astronautin“

Mit dem Projekt „Die Astronautin“ soll bis 2020 die erste deutsche Frau auf eine zehntägige wissenschaftliche Mission zur Internationalen Raumstation (ISS )entsendet werden. Die Ausbildung zur Astronautin soll ab 2017 beginnen. Initiatorin des Projekts ist Claudia Kessler, diplomierte Ingenieurin für Luft- und Raumfahrt und CEO von HE Space Operations, einem Personaldienstleister für hochqualifizierte Fachkräfte in der Raumfahrt. Weitere Informationen unter www.dieastronautin.de und unter www.facebook.com/DieAstronautin.

Das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt e.V. (DLR)

Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Darüber hinaus ist das DLR im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig. Zudem sind im DLR zwei Projektträger zur Forschungsförderung an gesiedelt. Das DLR-Institut für Luft -und Raumfahrtmedizin verfügt über das Flugmedizinische Center am Standort Köln mit Schwerpunkt Raumfahrtmedizin. Die Abteilung Luft- und Raumfahrtpsychologie in Hamburg bearbeitet psycho-ölogische Eignungsbeurteilungen von Astronautenbewerbern sowie HBP (Human Behavior and Performance) Monitoring von Astronauten.

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