Spannende Aussichten: Astronautinnen-Trainees absolvieren die nächsten Parabelflüge im März
14 Dezember 2017

Fliegender Wechsel: Neue Trainee für das Ausbildungsprogramm „Die Astronautin“

Als erste deutsche Frau ins Weltall reisen: Diesem Traum ist die Astrophysikerin Suzanna Randall jetzt einen großen Schritt nähergekommen. Sie ist die neue Trainee der Initiative „Die Astronautin“, welche die erste deutsche Astronautin auf eine Forschungsmission zur ISS entsenden möchte.

Bremen, 16. Februar 2018 – Parabelflüge, Überlebenstraining, Flugausbildung, Roboterkunde, Systemgrundlagen der Internationalen Raumstation ISS – das Ausbildungsprogramm zur Astronautin stellt hohe Anforderungen an die Anwärterinnen. Die Astrophysikerin Suzanna Randall ist die neue Trainee der Initiative „Die Astronautin“ und verfügt dank ihres wissenschaftlichen Hintergrunds und ihrer sportlichen Ambitionen als Gleitschirmfliegerin über die passenden Grundvoraussetzungen für die Reise ins Weltall.

Sie wird in den kommenden zwei Jahren gemeinsam mit der 34-jährigen Meteorologin Insa Thiele-Eich um den begehrten Platz für die Mission ins All kämpfen. „Ich möchte zeigen, dass es für ganz normale Frauen möglich ist, sich aus eigener Kraft das notwendige Wissen zu erarbeiten, um Astronautin zu sein. Und ich finde es wichtig, dass Frauen in allen Schichten der Gesellschaft repräsentiert sind. Es sollte selbstverständlich werden, dass Frauen in der Raumfahrt arbeiten“, erklärt Randall ihre Motivation für ihre Bewerbung bei der Initiative „Die Astronautin“.

Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, sagt: „Ich freue mich für Frau Randall und gratuliere ihr sehr herzlich! Ich wünsche ihr viel Erfolg für die Ausbildung und ich bin gespannt auf den Tag, an dem eine der beiden Trainees zur ISS fliegen wird.“

Suzanna Randall löst Nicola Baumann ab

Ursprünglich gehörte neben Thiele-Eich die Eurofighter-Pilotin Nicola Baumann zu den zwei Trainees, die sich im Kampf um die begehrten Ausbildungsplätze zur Astronautin durchsetzen konnten. Im April hatte eine Jury die beiden Frauen aus 400 Bewerberinnen ausgewählt. Doch nachdem Baumann in gegenseitigem Einvernehmen aus dem Projekt ausgeschieden war, sprach sich die Auswahlkommission einstimmig dafür aus, die drittplatzierte Randall nachrücken zu lassen. „Wir bedauern das Ausscheiden von Frau Baumann, können ihre Beweggründe verstehen und wünschen ihr weiterhin alles Gute. Mit ihren Vorkenntnissen als Astrophysikerin wird Dr. Randall direkt in das Training einsteigen können. Als Erstes steht die theoretische Ausbildung über den Aufbau der Raumstation an“, erklärt Claudia Kessler, Initiatorin von „Die Astronautin“.

Nach ihrem Studium der Astronomie in London promovierte die gebürtige Kölnerin Randall an der Universität Montreal in Kanada in Astrophysik. Zurzeit ist die 38-Jährige in der Europäischen Südsternwarte in Garching bei München als Wissenschaftlerin der Astrophysik tätig. Dort arbeitet sie für das ALMA Projekt, welches das größte Radioteleskop der Welt in der chilenischen Atacamawüste betreibt, und widmet sich außerdem der Erforschung pulsierender, blauer Unterzwergsterne. Sie ist seit Jahren begeisterte Gleitschirmfliegerin, verfügt über einen Tauchschein, ist ausgebildete Yogalehrerin und betreibt in ihrer Freizeit zudem Skifahren und Bergsport, um sich fit zu halten.

Unterstützung durch Airbus

Der Gesamtumfang des Projekts „Die Astronautin“ liegt bei circa 50 Millionen Euro, wobei der Großteil über Sponsoren finanziert werden soll. Airbus unterstützt die beiden Astronauten-Trainees Randall und Thiele-Eich bei ihrer Ausbildung und der Planung für eine mögliche Weltraummission. Dazu zählt, dass sich die beiden besser mit einer Raumstationsumgebung vertraut machen können. Außerdem lernen sie die Abläufe an Bord der ISS und wichtige Prozeduren zur Bedienung der Geräte auf der ISS kennen.

Über „Die Astronautin“

Die Initiative „Die Astronautin“ hat zum Ziel die erste deutsche Astronautin auf eine Forschungsmission zur ISS zu entsenden. Die Astronautin soll zum einen Frauen und Mädchen für technische Berufe und ein naturwissenschaftliches Studium begeistern. Zum anderen soll sie bei ihrem ISS-Aufenthalt mit einem Experimentprogramm unter anderem erforschen, wie der weibliche Körper in der Schwerelosigkeit reagiert.

Über die Europäische Südsternwarte

Die Europäische Südsternwarte (engl. European Southern Observatory, kurz ESO) ist die führende europäische Organisation für astronomische Forschung und das wissenschaftlich produktivste Observatorium der Welt. Getragen wird die Organisation durch 16 Länder: Belgien, Brasilien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Spanien, Schweden, die Schweiz und die Tschechische Republik. Die ESO ermöglicht astronomische Spitzenforschung, indem sie leistungsfähige bodengebundene Teleskope entwirft, konstruiert und betreibt. Auch bei der Förderung internationaler Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Astronomie spielt die Organisation eine maßgebliche Rolle. Die ESO verfügt über drei weltweit einzigartige Beobachtungsstandorte in Chile: La Silla, Paranal und Chajnantor. Auf dem Paranal betreibt die ESO mit dem Very Large Telescope (VLT) das weltweit leistungsfähigste Observatorium für Beobachtungen im Bereich des sichtbaren Lichts und zwei Teleskope für Himmelsdurchmusterungen: VISTA, das größte Durchmusterungsteleskop der Welt, arbeitet im Infraroten, während das VLT Survey Telescope (VST) für Himmelsdurchmusterungen ausschließlich im sichtbaren Licht konzipiert ist. Die ESO ist außerdem einer der Hauptpartner bei zwei Projekten auf Chajnantor, APEX und ALMA, dem größten astronomischen Projekt überhaupt. Auf dem Cerro Armazones unweit des Paranal errichtet die ESO zurzeit das Extremely Large Telescope (E-ELT) mit 39 Metern Durchmesser, das einmal das größte optische Teleskop der Welt werden wird.

Über die Crowdsourcing-Unterstützung durch „HYVE“

HYVE – the innovation company wendet schnelle und zielgerichtete Methoden an, um Innovationsprozesse zu beschleunigen und zu modernisieren. HYVE nutzt das kollektive Wissen und die Kreativität ihrer Community, ihre Energie und ihr Engagement für erfolgreiche Innovationen. HYVE freut sich sehr, mit „Die Astronautin“ an dieser anspruchsvollen Crowdsourcing-Kampagne zu arbeiten. Gemeinsam mit ihrer Community werden wir Ideen und Lösungen für die Finanzierung der Raumfahrtmission der ersten deutschen Astronautin entwickeln.

Pressekontakt                                                                                                                                                                                                                                            fischerAppelt                                                                                                                                                                                                                                                            E-Mail: astronautin@fischerappelt.de                                                                                                                                                                                                              Telefon: +49 40 899 699 641

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