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Deutsche Astronauten-Trainees absolvieren erste Parabelflüge
16 August 2017

Airbus unterstützt Initiative „Die Astronautin“

© Martin Sündermann Hill Media

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Wie läuft eine Weltraummission eigentlich konkret ab? Das lernen die beiden ersten weiblichen Astronauten-Trainees aus Deutschland künftig auch mithilfe von Airbus. Denn der Flugzeughersteller unterstützt die Initiative „Die Astronautin“ bei der Astronautenausbildung. 

Bremen, 13. September 2017 – Airbus und die Initiative „Die Astronautin“ werden künftig enger zusammenarbeiten. Darauf haben sich die Raumfahrtsparte von Airbus und „Die Astronautin“ am 12. September in Bremen verständigt. Die Initiative hat zum Ziel, die erste deutsche Astronautin auf eine Forschungsmission zur Internationalen Raumstation ISS zu entsenden. „Wir freuen uns sehr über das Engagement von Airbus. Die Erfahrung der Raumfahrtingenieure ist für die Realisierung unseres Projekts sehr wichtig und bringt uns dem Ziel ISS einen großen Schritt näher“, sagt Claudia Kessler, Gründerin der Initiative.

Von Erfahrungen in der Astronautenausbildung profitieren

Airbus unterstützt die beiden Astronauten-Trainees Nicola Baumann und Insa Thiele-Eich bei ihrer Ausbildung und der Planung für eine mögliche Weltraummission. Dazu zählt, dass sich die beiden besser mit einer Raumstationsumgebung vertraut machen können. Außerdem lernen sie die Abläufe an Bord der ISS und wichtige Prozeduren zur Bedienung der Geräte auf der ISS kennen. Für Oliver Juckenhöfel, Leiter On-Orbit Services und Space Exploration bei Airbus, ist die Zusammenarbeit naheliegend: „Wir sind als führendes europäisches Unternehmen in der astronautischen Raumfahrt in der Lage, unsere Kompetenzen sehr gut in dieses Projekt einzubringen. In unseren Werkshallen können die beiden schon einmal von größeren Zielen träumen – denn Orion, das erste interplanetarische Raumschiff der NASA entsteht maßgeblich bei Airbus in Bremen. Unser Know-how bei Betrieb und Nutzung des europäischen Weltraumlabors Columbus, das wir für die ESA entwickelt haben, sowie die Erfahrungen in der Astronautenausbildung sind sehr hilfreich für die Vorbereitung der geplanten Weltraummission.“

Nicola Baumann und Insa Thiele-Eich haben sich im Rahmen des Auswahlprogramms „Die Astronautin“ unter 400 Kandidatinnen für das Astronautentraining qualifiziert. Beide Frauen bestanden die medizinischpsychologischen Tests des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, die an die ESA-Standards zur Astronautenauswahl angelehnt sind. Die über Spenden und Sponsoren durch die Initiative „Die Astronautin“ finanzierte Ausbildung zur Astronautin dauert zwei Jahre. In ihrem Verlauf entscheidet sich, welche der beiden Frauen im Jahr 2020 für eine Forschungsmission zur ISS fliegt.

Bildmaterial:
Bildunterschrift: Auf eine enge Zusammenarbeit von Airbus und „Die Astronautin“ freuen sich (v.l.n.r.) Oliver Juckenhöfel, Insa Thiele-Eich, Claudia Kessler, Nicola Baumann und Akos Hegyi.
Copyright: Martin Sündermann Hill Media

Über „Die Astronautin“
Die Initiative „Die Astronautin“ hat zum Ziel, die erste deutsche Astronautin auf eine Forschungsmission zur ISS zu entsenden. Die Astronautin soll zum einen Frauen und Mädchen für technische Berufe und ein naturwissenschaftliches Studium begeistern. Zum anderen soll sie bei ihrem ISS-Aufenthalt mit einem Experimentprogramm unter anderem erforschen, wie der weibliche Körper in der Schwerelosigkeit reagiert.

Über Airbus
Airbus ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Luft- und Raumfahrt sowie den dazugehörigen Dienstleistungen. Der Umsatz betrug € 67 Mrd. im Jahr 2016, die Anzahl der Mitarbeiter rund 134.000. Airbus bietet die umfangreichste Verkehrsflugzeugpalette mit 100 bis über 600 Sitzen an. Das Unternehmen ist europäischer Marktführer bei Tank-, Kampf-, Transport- und Missionsflugzeugen und eines der größten Raumfahrtunternehmen der Welt. Die zivilen und militärischen Hubschrauber von Airbus zeichnen sich durch hohe Effizienz aus und sind weltweit gefragt.

Pressekontakt
fischerAppelt
E-Mail: astronautin@fischerappelt.de
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